TipSchottland - der Bericht

Party-Tanzen/ Rotel-Reisen und mehr

Moderator: Forenmoderatoren Christoph


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Schottland - der Bericht

Beitrag#1von Forenmoderatoren Christoph » 23. Okt 2016, 16:08

Hallo zusammen, was lange währt, wird endlich gut, hier ist der langersehnte Bericht zur Schottlandreise mit Meilhamer Hotelbusreisen.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen! :hello:

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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#2von Forenmoderatoren Christoph » 1. Nov 2016, 20:22

Und los geht's

Alfons Meilhamer, zunächst selbst Busfahrer bei Rotel Tours, hob am 1. Februar 1970 sein eigenes Busunternehmen aus der Taufe mit dem Ziel, nun auch Campingreisen anzubieten. Aufgrund bestehender Patente von Rotel durfte Meilhamer natürlich den Rotelbus nicht nachbauen, sondern seine Busse nur ähnlich gestalten, was ihm – wie ich finde – voll und ganz gelungen ist. Es sind im Grunde nur Kleinigkeiten, die Meilhamer besser und geschickter gelöst hat, jedoch machen diese Kleinigkeiten in der Summe betrachtet sehr viel aus – und das Bordleben sehr viel angenehmer. Doch darauf komme ich im Verlauf des Berichtes im Einzelnen zu sprechen.

Montag, 11.07.2016 – Vorabend der Abreise

Da es am nächsten Tag recht früh losgehen sollte, war der Bus logischerweise schon an diesem Abend in München. Auch wegen der vorgeschriebenen Lenkzeiten. Reinfahren von Rotthalmünster – dort ist das Unternehmen beheimatet - bedeutet ca. 2 Stunden, dazu noch die Anreise nach Köln – nein, ist etwas viel. Also gibt’s das kostenlose Zusatzangebot: man erwartet die Gäste in München, die im Bus schon schlafen wollen und sonst eine Hotelübernachtung gebraucht hätten und für die es außer in München keinen passenden Zustieg gegeben hätte. Treffpunkt war um 20 Uhr am Dantebad. Dies zur Erläuterung, da das im Onlinetagebuch zu etwas Verwirrung geführt hatte.

Da dort momentan Baustelle ist, konnte man da nicht stehenbleiben, fand aber einen Parkplatz entlang der Nederlinger Straße unweit der U-Bahnstation „Westfriedhof“. Zum Essen ging es ins nächste Lokal, an diesem Abend gab es noch nichts aus der Bordküche.

Zuvor jedoch noch eine kurze Einweisung in den Bus: für jeden gab es einen Hausschlüssel – insbesondere mitzunehmen bei nächtlichen Toilettengängen! Der Bus ist nachts verschlossen, man kommt nur über das Zusatzschloß an der vorderen Tür in den Bus rein. Zudem gibt’s im Bus nachts eine Beleuchtung. Damit man sieht wo man wohnt ;-)

Meine Bettkabine war der mittlere Heuboden. Der Heuboden befindet sich über dem Fahrgastraum, erreichbar über eine kurze Leiter. Die zwei Bewohner des mittleren Heubodens genießen zudem den Luxus, das jeder der beiden eine Sitzbank für sich hat. Es gibt noch einen hinteren Heuboden und einen vorderen.

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Wenn man nun auf dem Rücken im Bett liegt, dann fallen einem sehr deutliche Unterschiede zur Rotel-Kabine auf. Das Fenster befindet sich nicht am Kopfende, sondern an der Seite, man schläft ja längs zur Fahrtrichtung – bei Rotel schläft man quer. Das Fenster selbst läßt sich aufschieben, davor ist ein Vorhang. Auf der anderen Seite vom Bett ist ebenfalls ein Vorhang. Am Fußende befindet sich ein Schränkchen, in dem man allerlei Krimskrams verstauen kann. Am Kopfende ist ein Netz, sowie eine gute Leselampe und sogar ein Brillenhalter.

Die erste Nacht war nicht so besonders gut, mag an der noch ungewohnten Umgebung gelegen haben, obwohl der Heuboden nun wirklich geräumig ist, nein es lag auch an der Wärme die sich da oben gestaut hatte. Und das Dachfenster war genau unter einer Straßenlaterne! Zu allem Überfluss ging in der Nacht auch noch ein Gewitter nieder mit sehr starkem Regen, den ich sogar ohne mein technisches Gehör aufs Busdach hatte prasseln hören. Und ich musste auch noch raus. Also runtergeklettert, Schlüssel geschnappt und aus dem Bus raus. Und voll eine riesen große Pfütze erwischt! Schuhe nass, Strümpfe nass! Nach dem Blaseentleeren wieder rein in den Bus, Schuhe und strümpfe aus und wieder hochgeklettert. Es ist mittlerweile auch schon 3 Uhr durch, nachdem ich nun auch wußte wie die Fenster funktionieren, konnte ich noch etwas schlafen.

Dienstag, 12.07.2016 – München – Köln


Heute nun geht es los in Richtung Schottland. Wir starten bereits um 7 Uhr, da jetzt schon alle Münchner Zusteiger komplett sind und wir niemanden mehr in München abholen müssen. So geht es also via Wintrich-Ring- Obermenzing auf die Autobahn in Richtung Stuttgart. Zusteiger nun auf der Strecke: Irmgard an der Raststätte Burgau, wo wir auch das Frühstück einnehmen – dieses besteht aus Schnitten mit Wurst und Käse sowie Kaffee. Alles mit Liebe zubereitet von unserer Hostess Heidemarie, im folgenden Heidi genannt.

Kurz vor 9 Uhr fahren wir weiter bis Leinfelden bei Stuttgart, wo wir die Jana an Bord nehmen. Danach weiter über Leonberg – Heilbronn – Mannheim – Heidelberg nach Frankfurt. Zwischendrin Mittagspause, In Frankfurt steigt unter anderem Danuta zu. Georg kommt erst in Köln am Campingplatz. Annelies aus der Schweiz ist bereits mit mir am Dantebad in München eingestiegen. Unterwegs an der A3 vor Köln gibt es nochmals Kaffee und Kuchen von Irmgard zu meinem Geburtstag, der allerdings schon ein paar Tage zurückliegt. Auch die übrigen Gäste greifen hier zu.

Gegen 17 Uhr sind wir dann in Köln am Campingplatz direkt am Rheinufer. Sehr schön gelegen. Nun geschieht etwas, was ich so bei Rotel nie erlebt habe: Markus, der Busfahrer ergreift an jedem Abend, an dem es etwas aus der Bordküche zum Essen gibt, das Mikrofon, und gibt durch, was er zu kochen gedenkt. An diesem Abend ist es Leberkas mit Kartoffelsalat. Und die dazu passende Uhrzeit, wann das Essen fertig sein soll. Wobei diese immer recht zügig nach der Ankunft war. Das Geheimnis, wie er das immer geschafft hat, lüfte ich später.

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Nach dem Abendessen und Duschen freue ich mich richtig auf mein Bett im mittleren Heuboden. Und schlafe diesmal richtig gut!

Mittwoch 13.07.2016 – Köln – Ijmuiden/Amsterdam/Holland – Fähre nach Newcastle/England

Wir machen uns heute auf den Weg nach England. Dieser führt uns an Mönchengladbach vorbei auf der Autobahn via Venlo – Arnheim zum langen Zwischenstopp in Haarlem mit Mittagspause und Stadtbesichtigung. Reiseleiterin Astrid hatte zwar einen geführten Rundgang angeboten, auf den ich aber zugunsten eines guten Mittagessens verzichtet habe.

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Haarlem ist ein hübsches Städtchen mit schönen Gassen, in denen man vor allem auf die Radlfahrer aufpassen muss. Das Fahrrad ist das Top-Verkehrsmittel in Holland. Und die Radlfahrer nehmen sich auch die Vorfahrt, wo sie sie bekommen können. Zu Holland gehört natürlich auch der Käse, wie ein schönes Handyfoto beweist.

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Nach diesem Aufenthalt geht es weiter zur Fähre nach Newcastle upon Tyne in England. Da sich Großbritannien ja für den Brexit entschieden hat, sind bereits jetzt an der Grenze Passkontrollen nötig. Bei einem Reiseteilnehmer war der Personalausweis abgelaufen, der noch gültige Reisepass war im Koffer :hirnpatsch: Aber irgendwann war auch er durch die Kontrolle durch und wir konnten an Bord gehen.

Unsere Kabinen waren unter dem Autodeck (!) sehr klein und sehr eng. Sogar die Kabinen auf der Norröna (letztes Jahr nach Island) waren größer!! In der Nacht hatte man zudem Dieselgestank vom Maschinenraum in der Bude. Ganz klasse! Das ganze Schiff an sich war nicht schön, einfach ungemütlich!!! Entsprechend heftig waren meine Kopfschmerzen am anderen Morgen in England. Aber das Frühstück an Bord hatte mich dann wieder aufgebaut.

Donnerstag, 14.07.2016 – Newcastle/England – Glasgow/Schottland

Etwas später als geplant landen wir in Newcastle. Wir müssen vor allem auf Annelies warten, die aus einem Nicht EU-Staat kommt (Schweiz) und deswegen noch zusätzliche Formulare ausfüllen muss. Abholen darf Astrid sie nicht.

Wir sind gegen halb elf dann endlich im Bus. Markus krallt sich dann gleich das Mikro und meint, „jetzt gehen wir heiraten“. Des Rätsels Lösung – wir fahren als erstes nach Gretna Green, wo man in aller Eile und ohne Zustimmung der Eltern lediglich mit einem Hammerschlag auf den Amboss heiraten kann. Jana hatte mir auch einen Antrag gemacht, aber gemeint, meine Socken müsste ich trotzdem selber waschen. Klar, dass ich den Antrag abgelehnt habe. Wir haben dennoch unsere Hochzeitszeremonie bekommen, angelehnt an die Geschichte von Gretna Green und mit „Schauspielern“ aus unserer Gruppe. Die Räumlichkeiten in Gretna Green kann man übrigens auch für echte Hochzeiten buchen.

Wir müssen uns vor allem an den Linksverkehr gewöhnen. Alles ist spiegelverkehrt. Das linksabbiegen entspricht unserem rechtsabbiegen. In den Kreisverkehr fährt man auf der linken Seite rein. Einfädeln auf die Autobahn muss man nach rechts.

Von Gretna Green geht es weiter nach New Lanark. Dort gibt es im Tal des Clyde eine Modellsiedlung des Sozialreformers Robert Owen, der das Leben für die dort lebenden sehr viel angenehmer gestaltet hat als es in anderen Siedlungen der Fall war. Vor allem hat er etwas für die Bildung seiner Leute getan und hat die Kinder in die Schule geschickt und auf diese Weise etwas gegen Kinderarbeit unternommen. Was anderen Industriellen in dieser Zeit sauer aufstieß, weil Mr. Owen mit seiner Methode auch noch Erfolg hatte! Und ja, eine Hochzeit gab es dort auch!

Nach dem Kaffee, der aus der Hotelbusküche kam, ging es dann weiter zunächst durch das Clyde-Tal, später auf der Autobahn nach Glasgow zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Schottland. Kurz vor dem Campingplatz passierte es dann, dass wir einen Kreisverkehr wie bei uns zuhause auf der rechten Seite durchfuhren! Aber nix passiert, es kam zum Glück keiner. Wir hatten dort einen schönen Stellplatz mit ausreichend Raum für Tische und Stühle und schöne Sanitäranlagen, die mit einem Schlüssel zu öffnen waren.

Freitag, 15.07.2016 – Glasgow – Ledaig

Heute besichtigen wir Glasgow, die größte Stadt Schottlands. Hier ist die Fußballmannschaft von Celtic Glasgow zuhause. Ausführlicher Rundgang durch die Fußgängerzone, wir durchlaufen zwei Shopping Malls , eine davon ist von der Architektur her sehr ansprechend. Ich vergleiche hier spontan mit dem PEP in M-Neuperlach. Sehr schön mit Holz verkleidet. Wir erfahren, dass man hier vor allem was für die ärmere Bevölkerung getan hat. Nach einer Kaffeepause Besichtigung der Kathedrale und anschließendes Mittagessen. Inzwischen hat draußen sehr starker Regen eingesetzt. Klatschnass kommen wir zum Bus zurück.

Außerdem gibt es eine Programmänderung. Der Whiskey-Destilliere-Besuch muss vorgezogen werden. Grund: im Sommer ist Produktionspause, und die meisten bieten deshalb auch keine Führung an. Die von Auchentoshan nördlich von Glasgow ist da eine Ausnahme, wir bekommen auch kurzfristig eine Führung mit anschließender Verkostung. Wir erfahren, dass es sehr viele verschiedene Sorten gibt. Da fällt die Auswahl schwer. Ich habe mich schlussendlich für eine Flasche mit Three Woods entschieden. Das bedeutet, dass sich der Whiskey aus Fassinhalten zusammensetzt, in denen unterschiedliche Früchte gelagert waren. Die ganze Führung ist auf Englisch bzw. Schottisch, was aber streckenweise gut zu verstehen ist. Trotzdem bin ich froh um Astrids fachlich fundierte Übersetzung! Bei regnerischem Wetter geht die Fahrt weiter nach Ledaig, wo wir zwei Nächte bleiben werden. Grund: Markus macht seine erste Zwangspause, die er bei einer längeren Reise mehrmals im Abstand von höchstens 10 Tagen einlegen muss.

Wir erfahren an diesem Abend auch vom Putschversuch in der Türkei, aus dem Präsident Erdogan bekanntlich als Sieger hervorgegangen ist.
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#3von Forenmoderatoren Christoph » 5. Nov 2016, 18:05

Samstag, 16.07.2016 – Hebrideninseln Mull und Iona


Da Markus heute Pause hat, fahren wir mit einem öffentlichen Linienbus nach Oban, von wo wir mit der Fähre zur Insel Mull übersetzen. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Die Fähre ist gemütlich eingerichtet. Der Salon strahlt eine wohnliche Atmosphäre aus. Im Hafen von Craignure angekommen wartet ein weiterer einheimischer Bus mit einem sehr netten schottischen Busfahrer auf uns. Er erzählt sehr viel während der Fahrt, was von Astrid alles übersetzt wird. Zum Beispiel kommen wir zum ersten Mal mit den sogenannten Single Track Roads in Berührung, die uns vor allem weiter im Norden noch sehr häufig begegnen werden. Das sind Straßen die aus nur einer Spur bestehen. Aber keine Angst es gibt genügend Ausweichstellen. Ein Auto hat immer Vorfahrt, das ist der Wagen der Royal Mail, bei der Post muss es schnell gehen. Da kann sich unsere Post eine Scheibe abschneiden!

In Fionnport begeben wir uns dann auf eine Fähre, die nur mit dem nötigsten ausgestattet ist. Die Überfahrt dauert dafür nur 10 Minuten. Wir kommen bei sehr stürmischem und regnerischen Wetter auf Iona an. Den Spaziergang entlang der Ruine des Nonnenklosters und mehrerer mittelalterlicher Hochkreuze zur Abtei von Iona unternehmen wir in strömendem Regen. Da freuen wir uns dann auf Fish and Chips im Lokal in Hafennähe. Danach geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück nach Oban, wieder mit dem netten Busfahrer. In Oban haben wir noch etwas Aufenthalt und können uns die Stadt noch anschauen, fahren dann mit dem öffentlichen Bus wieder zurück nach Ledaig. Wir erleben, dass der Busfahrer Fahrgäste abweist, weil der Bus voll ist und er im Stadtgebiet keine stehenden Fahrgäste zulassen darf. Wir kommen abends gegen halb acht wieder am Campingplatz an, wo Markus schon mit einem leckeren Essen auf uns wartet. Dieses nehmen wir unter den großen Schirmen ein, die im Bus verstaut sind.

Sonntag, 17.07.2016 – Ledaig – Insel Skye


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Nach dem wie immer sehr leckeren Frühstück nehmen wir Abschied von Ledaig und machen uns auf unseren Weg zur Insel Skye. Leider regnet es noch immer. Regelmäßig bekommen wir von Astrid das Versprechen, dass sich das Wetter wieder bessern wird. Kurz vor der Abfahrt tanken wir aber noch die Wassertanks auf.

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Unsere Fahrt geht nach Nordwesten nach Loch Ness. Richtig, in dem See, wo sich das Ungeheuer Nessie der Erzählung nach aufhalten soll. Gesehen haben wir Nessie natürlich nicht. Stattdessen kamen einige von uns in Berührung mit einer schottischen Spezialität – Haggis. Eine etwas schwerere Art von Blutwurst und schmeckt auch so. Dazu Chips. Für mich wars eine echt leckere Mahlzeit! Nach einem längeren Aufenthalt weiter in Richtung Insel Skye. Auf dem Weg dorthin haben wir einem entgegenkommenden Fahrzeug den Wohnwagenaußenspiegel abrasiert. Markus ist immer etwas zu weit rechts gefahren. Was man daran gemerkt hat, dass man die in die Leitlinien eingelassenen Bobbel gespürt und gehört hat. Den anderen Spiegel konnte er gar nicht sehen, so schnell ging das.

Nach einem Stopp am Eilean Donan Castle bei sehr heftigem Regen fahren wir auf einer Brücke auf die Insel Skye hinüber, wo wir am Abend auf einem sehr schönen Campingplatz übernachten. Nach dem Abendessen – typisch bayrisch Kasspatzn und Salat – gibt es noch eine Wanderung im Sligachan Hochtal mit anschließendem Pubbesuch.

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Montag, 18.07.2016 – Insel Skye

In kleiner Abänderung des Programms fahren wir heute im Wesentlichen mit mehreren Stopps bei ziemlich starkem Regen zum Dunvegan Castle, seit mehr als 700 Jahren Sitz und Besitz der Chiefs des Clans MacLeod und somit die älteste bewohnte Burg Schottlands. Von dort geht es direkt Uig, von wo wir auf die Insel Lewis übersetzen. Die Fährfahrt haben wir vorgezogen, da die Fähre nur nachmittags fährt und wir sonst zuviel Zeit verlieren. Wir wählen an diesem Abend unseren Übernachtungsplatz in Rodel an der Südspitze der Insel Lewis. Hier haben wir keinen Handyempfang und keinen Strom, was Astrid zu der Bemerkung veranlasst, wir müssten beim Frühstück wohl auf unseren Kaffee aus der Kaffeemaschine verzichten. Antwort von Markus – „da muss ich mir noch was einfallen lassen“. Soviel vorweg – er hat es am anderen Morgen tatsächlich fertiggebracht, uns Kaffee aus der Maschine zu kredenzen. Nur wie, das hat er nicht verraten. Hut ab, Markus!! Das ist auch etwas, wo Rotel etwas mehr rumzicken würde. :basti:

Dienstag, 19.07.2016 – Insel Lewis (Äußere Hebriden)

Nach dem Frühstück dürfen wir erst noch eine Viertelstunde ans Meer vom Campingplatz aus. Das Wetter hat sich deutlich gebessert, es kommt auch die Sonne raus. Wir fahren zunächst zum kleinen Kirchlein St. Clemens, sodann an Tarbert vorbei nach Norden. Zuerst zum Broch von Don Carloway, einen Wehrturm aus der späten Eisenzeit. Danach noch zu den Standing Stones of Callanish, die den Wissenschaftlern bis heute Rätsel aufgeben. Was bedeuten sie? Was wurde in deren Mitte gebaut? Am Nachmittag darf noch etwas gewandert werden, durch das Vogelschutzgebiet am Loch na muilne entlang der Steilküste.

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Eine Bewährungsprobe für meine Wanderstiefel und deren Wasserfestigkeit. Und es gibt den ersten und einzigen Sonnenbrand bei mir, weil ich mit diesem herrlichen Wetter einfach nicht gerechnet und mich deshalb auch nicht eingecremt habe. Des Hinweises von Astrid, ich möge mich doch bitte am nächsten Tag eincremen, hätte es nicht bedurft. Wir sind an diesem Abend bei schönstem Wetter zum draußen sitzen auf dem Campingplatz in Stornoway. Auf dem wir aber in der Nacht…

Mittwoch, 20.07.2016 – Insel Lewis – Durness

…sehr unsanft durch ein heftiges Unwetter geweckt werden!! Nach Auskunft von Irmgard soll es sogar seit 1 Uhr regnen und gewittern, ich bekomme davon erst um ca. 4 Uhr etwas mit. Wir bekommen kein Frühstück, sondern sollten uns am Vorabend noch Brotschnitten zurechtmachen. Kaffee gibt es erst in letzter Minute, weil es noch einen Kurzschluss gegeben hatte. Die Stromtechniker hatten dummerweise die Kabeltrommel so hingelegt, dass Wasser eindringen konnte. Ich habe trotzdem meinen Kaffee aus der Maschine bekommen, musste mich dazu allerdings in den Regen rausstürzen, Kaffee abfüllen, Milch dazu und wieder rein in den Bus. Da gabs allerdings Stau am Eingang, weil manche mal wieder nicht in die Hufe kamen mit dem Hinsetzen!

Trotz der frühen Stunde gelingt Markus ein beeindruckendes Manöver. Wir mussten im Rückwärtsgang aus dem Campingplatz raus, und weil kein Platz zum Wenden vorhanden war, auch gleich die komplette Straße (!) im Rückwärtsgang runter! Das wäre mit Rotelgespann nicht gegangen.

Auf der Fähre nach Ullapool dann erstmal Schlaf nachholen, dann weiter Richtung Durness. Wir sind heute sehr früh am Campingplatz, sodass man sich ausruhen kann oder an einer Wanderung teilnehmen kann. Logisch mit kulinarischem Abstecher zu einer Schokoladenmanufaktur mit verboten leckerer heißer Schokolade - mountain Mocha – genau das richtige bei dem Dreckswetter!

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Die anschließende Wanderung können wir bei trockenem Wetter beginnen, auf dem letzten Kilometer allerdings beginnt es wieder zu regnen. Deshalb gibt es das Abendessen – Tortellini in Pilz-Rahm-Sauce – auch am Sitzplatz im Bus mit Bedienung!! Und ein Markus Special – Glühwein!! Danach noch auf ein Bier in den Pub und ab ins Heiabettchen auf dem mittleren Heuboden.
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#4von Forenmoderatoren Christoph » 6. Nov 2016, 17:19

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Donnerstag, 21.07.2016 – Durness – Thurso

Am Morgen wachen wir auf – und was sehen wir? Die Sonne!! Kaum zu glauben!! Es warten schöne Ausblicke auf die Küste Schottlands auf dem Weg zum Dunrobin Castle auf uns. Unterwegs gibt es das erste Mittagessen aus der Bordküche, das vorab bestellt werden muss und uns von Heidi serviert wird. Weil ich am Bus bleibe, bekomme ich mein Essen etwas früher. Vom Abendessen ist auch noch etwas übriggeblieben, also gibt es davon auch noch was. Nach dem Milchreis aus der Dose vervollständige ich mein Menü noch mit einem Eis, um dann Kraft zu haben für das Dunrobin Castle und die Falkenshow im Garten des Schlosses. Wirklich sehr interessant. Auf dem Weg vom Schloss nach Thurso gibt es Kaffee aus der Bordküche.

Der Campingplatz in Thurso ist sehr schön am Meer gelegen, man kann bei guter Sicht – und die haben wir an diesem Abend - die Orkneys sehen. Und auch die Fähren, die reinkommen und wieder rausfahren.

HALFTIME!!!

Freitag, 22.07.20106 – Orkney-Inseln

Wieder einmal heißt es Schiffchen fahren, es geht vom schottischen Festland nach Stromness, einer der Hauptorte auf Mainland. In Abänderung des Programms werden wir auch in Stromness übernachten. Den Campingplatz konnten wir übrigens vom Schiff aus sehen, Astrid schwärmte nur von diesem Platz.

Besichtigungspunkt heute ist die Liddel Farm, auf der ein einfacher Bauer in den 1950er Jahren eine sensationelle Entdeckung gemacht hat, die ihm aber zunächst niemand so recht abnehmen will – ein Steinzeitgrab aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Genannt wird es „Tomb oft he Eagle“, weil dort 70 Adlerkrallen als Grabbeigabe gefunden wurden. Man kann das Grab besichtigen, in dem man sich auf einem Schlitten auf dem Rücken liegend in das Grab reinschiebt. Eine Taschenlampe sollte man dabeihaben da man sonst nichts sieht. Auf dem Weg dorthin machen wir noch Stopp an der Italian Chapel, einer kleinen Kapelle, die nur für die Italiener auf den Orkneys gebaut wurde. Wir sehen auf dem Rückweg nach Stromness, wo wir in Abweichung vom Programm übernachten werden, noch die weltbekannte Meeresbucht Skapa Flow, die im 1. Weltkrieg als Flottenstützpunkt diente und wo sich die deutsche Flotte 1919 selbst versenkte.

In Stromness selbst noch ein Abendspaziergang durch die Gassen des Städtchens. Bei der Rückkehr in den Bus erfahre ich vom Amoklauf im Münchner OEZ! Wir sind auch den ganzen Abend über beim Spielen mit diesem Thema in Gedanken beschäftigt, es hindert mich auch beim Einschlafen.

Samstag, 23.07.2016 – Orkney-Inseln – Lerwick/Shetland-Inseln

Wir verlassen Stromness nach dem Frühstück und steuern zunächst die Standing Stones of Stennes an, danach den Ring of Brodgar (phonetisch verstehe ich immer Wodka :rofl1: ). Das Highlight des Tages ist jedoch Skara Brae, eine Siedlung aus der Steinzeit um 2.000 v.Chr. Das Besondere – auf dem Weg vom Eingang bis zur historischen Stätte kann man eine kleine Zeitreise machen. Am Weg nämlich sind mehrere Steine in den Boden eingelassen, auf denen wichtige Ereignisse wie etwa die erste Mondlandung aus dem Jahr 1969 vermerkt sind. Je größer die räumlichen Abstände, desto größer auch die zeitlichen Abstände. Im Inneren des Hauptgebäudes kann man noch einige Räume bewundern aus der Zeit, als die historische Anlage entdeckt wurde. Am Nachmittag besuchen wir noch das Maes Howe, ebenfalls ein Steinzeitgrab aus der Zeit um 3.000 v.Chr.

Nach dieser Besichtigung geht es zurück nach Kirkwall, wo wir noch die die St.Magnus-Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert besichtigen und anschließend bis zur sehr späten Abfahrt unserer Fähre durch die Gassen spazieren, und dabei so wichtige Dinge erledigen wie Fish & Chips essen, einkaufen für die nächsten Tage. Wir müssen irgendwie die Zeit rumkriegen.

Das Schiff hat etwas Verspätung, dadurch können wir erst nach Mitternacht auf die Fähre nach Lerwick. An Bord nehme ich noch den Schlummertrunk, dann freue ich mich auf das gute Bett in einer Außenkabine mit richtig viel Platz, die ich mit Georg teile. Am anderen Morgen werde ich wach und stelle fest, dass wir bereits in Lerwick festgemacht haben. Bevor wir das Schiff verlassen, dürfen wir noch an Bord frühstücken.

Sonntag, 24.07.2016 – Shetland-Inseln

Wir fahren zunächst in den Süden der Insel. Wir stellen fest, dass die Shetland-Bewohner wohlhabend sind. Das merkt man an den Ortschaften die wir durchfahren. Das gibt es alles von Supermärkten über gute Restaurants bis hin zu Fitnesscentern. Grund sind der Fischfang, die Ölförderung und die extensive Schafzucht. Wir fahren zunächst von Lerwick aus nach Süden zu einem Leuchtturm an der Küste. Wir überqueren dabei die Start- und Landebahn eines Flugplatzes. Von dort aus geht es die Küste entlang mit tollen Blicken auf das Meer – und Papageientaucher!! Endlich haben wir sie gefunden. Was in Island dank einer unfähigen Reiseleitung unmöglich war. :motz: Das Ziel dieser Wanderung ist der Jarlshof, das ist eine Ausgrabungsstätte mit Ruinen aus vier Jahrtausenden. Gefunden hat man diese Stätte erst 1905 nach einer Sturmflut. Nach diesem interessanten Besuch fahren wir zur St. Ninian’s Isle, wo wir nach der Mittagspause eine Wanderung auf die riesige Sandbank unternehmen. Auch hier können wir reichlich Papageientaucher und Robben beobachten. Auf dem Weg zu unserem Übernachtungsplatz – einem Campingplatz, der von ehrenamtlichen Helfern gemanagt wird, kommen wir noch bei typischen Shetlandponys vorbei, bei denen auch ein Teil unseres Abendessens verfüttert wird. Der Schaden begrenzt sich allerdings auf eine einzelne Gurke :lol:



Montag, 25.07.2016 – Shetlandinseln – Aberdeen


Nach dem Frühstück fahren wir nach Stenness und wandern an den Klippen von Esha Ness, wo wir weitere tolle Blicke auf die Küste haben und auch hier Robben beobachten können – und sie uns ;-) Anschließend fahren wir wieder zurück nach Lerwick, wo wir noch etwas durch die Stadt bummeln, Kaffee trinken und wieder einschiffen auf die Fähre nach Aberdeen.

Wir bekommen an Bord ein vorzügliches Abendessen, im Anschluss daran spielen wir noch Karten. Das Spiel heißt Phase 10. Man muss dabei 10 Phasen absolvieren und entweder eine Straße oder Karten einer Farbe sammeln. Macht höllischen Spaß, man kann dabei auch mittels Sonderkarten von einem Mitspieler zu einer Pause gezwungen werden. An diesem Abend ist auch etwas Seegang spürbar, aber nicht sehr schlimm.
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#5von Forenmoderatoren Christoph » 6. Nov 2016, 17:36

Dienstag, 26.07.2016 - Aberdeen

Nach rund 10 Tagen Inselhüpfen mit Schiffchen fahren hat uns das Schottische Festland wieder. Wir besichtigen Aberdeen, zunächst den alten Teil mit Universität und botanischem Garten, später dann die Innenstadt. Wir kommen auch an der Statue von Robert the Bruce vorbei, der in der legendären Schlacht von Bannockburn im Jahr 1314 eine entscheidende Rolle gespielt hat. (Jene Schlacht kommt übrigens auch in einer Episode der Science-Fiction Serie „Mondbasis Alpha 1“ vor. Commander John Koenig landet mit Chefpilot Alan Carter und Stationsärztin Helena Russel im Rahmen eines Zeitreiseexperiments im Schottland des Jahres 1339, also 25 Jahre danach; die auf der Mondbasis verbliebenen versuchen unter Führung von Sicherheitschef Tony Verdeschi die drei verschollenen wieder zurückzuholen, was ihnen letztlich auch gelingt.)

Nach der Stadtbesichtigung geht es in Abweichung vom Programm noch zu einem weiteren Botanischen Garten, dessen Besichtigung ich allerdings verweigere. Stattdessen wird in dieser Stunde die „Meilhamergruppe“ bei Facebook geboren! Wir übernachten auf einem Campingplatz südlich von Aberdeen im lieblichen Dee-Tal, der bis vor einem halben Jahr noch wegen Hochwassers geschlossen war. Wir stehen mit unserem Hotelbus bei einigen Mobilhomes, die wegen des Hochwassers noch auf Stelzen stehen. Zudem hat dieser Campingplatz top ausgestattete Sanitäre Anlagen, diese wurden dieses Jahr neu gebaut.

Mittwoch, 27.07.2016 – Aberdeen - Edinburgh

Nach dem Frühstück fahren wir weiter nach Edinburgh, zunächst im Tal des Dee. Wir machen unter anderem Stopp am Balmoral Castle, dessen Besuch sich definitiv nicht lohnt! Man zahlt 10 Pfund (5 Kilo) Eintritt – und sieht dann nichts! Daher begnügen wir uns mit dem Besuch der Kapelle und einer ausgedehnten Pause. Weiter geht es durch das Skigebiet Schottlands. Ich veräbbel hier niemanden wenn ich sage, dass hier wirklich Lifte zu sehen sind, die Pisten allerdings eher Schwäbische-Alb-Niveau aufweisen. Interessanter ist da schon der Besuch des Scone Palace bei Perth, dessen Inneres man auch besichtigen kann unter fachkundiger Führung. Anschließend kann man noch durch die Gärten weiterflanieren, bis es dann weitergeht nach Edinburgh, wo wir für zwei Nächte auf dem riesigen Campingplatz im Norden der Stadt Station machen.

Donnerstag, 28.07.2016 – Ganztägig Edinburgh

Am heutigen Tag hat Markus wieder Zwangspause, sodass wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren, was uns auch unabhängig macht. Wir fahren mit Doppeldeckerbussen in die Stadt rein und erleben so auch die Bewohner dieser wundervollen Stadt. Wir beginnen einen sehr langen Spaziergang kreuz und quer durch die Stadt, machen halt bei enthusiastischen Dudelsackpfeifern und steigen hoch in Richtung Königspalast. Nach dreieinhalb Stunden bin ich definitiv platt und habe nur noch einen Wunsch – meine Koje!

Vorher gehe ich mit Georg noch in einen sehr netten Pub auf ein Bier und einen Highland-Burger, bei dem auch eine ordentliche Portion Haggis drin ist - und super lecker schmeckt! Danach machen wir uns auf den Heimweg. Ich weiß nur nicht mehr unsere Busrichtung. Ich wusste aber noch die Endstation unseres Busses – der Hafen am Südende der Stadt. Wir nahmen einen anderen Bus, der auch dort hinfuhr. Unterwegs wurden wir von einer älteren Dame angesprochen, was wir denn suchen würden… Wir sagten ihr, dass wir den Bus Nr.11 suchen würden. Sie teilte dies aber offensichtlich dem Busfahrer mit, der uns dann beim Aussteigen ansprach. Ich dachte mir noch, woher weiß denn der…? Egal, kurz danach unser 11er Richtung Campingplatz.

Wir steigen allerdings um einiges zu früh aus, und durften den Rest laufen. Dieser Rest belief sich dann auf rund 3 Meilen. Entsprechend ausgepowert und durchgeschwitzt waren wir dann am Campingplatz. Nach Rouladen und Kartoffelpüree noch der Abschiedsabend mit der ganzen Gruppe. An diesem Abend haben uns zum ersten Mal die Midges belästigt, die uns auf der ganzen Reise in Ruhe gelassen haben.

Freitag, 29.07.2016 – Edinburgh – Newcastle – Fähre nach Holland

Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von Edinburgh und fahren zur Melrose Abbey. Hier soll das Herz von Robert the Bruce begraben sein. Wir besichtigen diese Abtei sehr genau mit Unterstützung eines Audiogeräts.

Danach geht es weiter zur Schottisch-Englischen Grenze. Hier steht ein gigantisch großer Stein – und leider auch ein Dudelsackpfeifer, der uns ziemlich auf die Nerven geht. Wir bekommen den letzten Kaffee auf den Britischen Inseln, dargereicht wie immer von Heidi aus der Hotelbusküche. Wieder auf englischem Boden geht es weiter nach Newcastle zur Fähre. Wir gehen sofort aufs Schiff und suchen unsere Kabinen im Schiffsbauch auf. Die King of Seaways ist aber sehr viel besser ausgestattet als das Schiff auf dem Hinweg. Wir haben frei zum Spielen essen etc. Wir erleben einen gigantischen Sonnenuntergang, den wir vom Heck des Schiffes aus filmen und fotografieren.

Liebes Schottland, auch wenn Du nicht mehr lange in der EU bist, es war trotzdem schön! Ein Besuch lohnt sich definitiv immer!

Samstag, 30.07.2016 – Ijmuiden – Koblenz

Guten Morgen Holland, das europäische Festland hat uns wieder. Wir fahren direkt vom Hafen aus auf die Autobahn nach Deutschland. In Nijmegen machen wir Mittagsrast – und müssen uns von Georg trennen, dessen Eltern in Kleve wohnen, was von Nijmegen nicht mehr weit ist. Nach einem letzten Outsmijter – bei uns würde man Strammer Max sagen – geht es nach Venlo und auf der deutschen A61 weiter nach Koblenz und weiter zum Campingplatz im Hunsrück. Dort packen wir dann die Koffer. Das letzte Abendessen besteht nochmal aus Rouladen und Kartoffelpüree. Wie in der ersten Nacht bin wieder allein auf dem Heuboden.

Sonntag, 31.07.2016 – Koblenz – München – Enzenbach

Heute ist der Tag der Heimkehr von dieser wunderschönen Reise. Nach dem Frühstück, das es bereits um 6 Uhr gibt fahren wir um 7 Uhr los zur Autobahn und müssen bereits an der nächsten Raststätte wieder anhalten. Grund – im Heuboden der MH-Crew ist das Dachfenster noch offen und muss geschlossen werden, da sonst die Falltür ständig hochgezogen wird.

Weiter geht es auf der Autobahn nach Heidelberg, wo uns unter anderem Danuta und Marion verlassen. Von Heidelberg zurück auf die A5 zur Raststätte Bruchsal. Dort Kaffeepause. Weiter auf der A5 nach Karlsruhe dort auf die A8 Richtung München. Busfahrer Markus hat diese Strecke gewählt, da dies weniger km sind und er weniger Zeit braucht.

Dreieck Leonberg, ich lache mich schief über ein Verkehrsschild, das den Autofahrern nahelegt, mehr auf die Straßenbeschilderung zu achten als auf das Navigationssystem. Aufgrund der dortigen Dauerbaustelle wird öfters die Verkehrsführung geändert, was aber nicht jedes Navi weiß. So will die baden-württembergische Landesregierung Unfällen vorbeugen.

Ausfahrt Leinfelden-Echterdingen, wir trennen uns von Jana.
Auf dem Weg weiter Richtung München wird der Verkehr immer dichter, wir geraten in einen Stau und legen in Gruibingen eine spontane Pause ein. Nach der Pause geraten wir in einen Regensturm. So heftig wie an diesem Sonntag hat es auf der ganzen Fahrt nicht geregnet.

Der allerletzte Stopp vor München ist meine Stammraststätte Leipheim. Hier verlassen uns Irmgard und Hostess Heidi. Nun gibt es auch keine Bonbons mehr. Kurz darauf klingelt mein Handy, Irmgard hat ihre Regenjacke vergessen, ich werde die Jacke mitnehmen, sie erhält sie später von mir wieder.

In München muss es in der Arnulfstraße schnell gehen, es ist sehr eng dort. Außerdem muss Markus mit dem Bus nach Enzenbach weiter. Bis auf eine steigen nun alle aus. Astrid, Annelies und ich. Annelies fährt mit dem Flixbus nach St. Gallen/Schweiz weiter, Astrid nach Chemnitz. Ich hingegen brauche nur noch eine S8 Richtung Flughafen und bin nach 20 Minuten zuhause. Jana, Georg, Irmgard und Danuta warten schon im Chat auf uns!
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#6von Forenmoderatoren Christoph » 6. Nov 2016, 17:44

Eins noch übrig ist - das Geheimnis mit dem schnellen Kochen am Abend.

Über Mittag hatten wir ja meistens recht lange Pausen. Diese Pausen hat Markus genutzt um in der Küche das Abendessen vorzubereiten. Unterstützt hat ihn dabei folgendes:

In der Küche ist unter den Bodenplatten eine recht große Wanne eingebaut, in der sich Edelstahlkochbehälter befinden. In den Behältern das Essen, die Behälter in der Wanne, letztere gefüllt mit Wasser. Erhitzt wurde das Wasser während der Fahrt mit der Wärme vom Motor, sodass das Essen sanft vor sich hinköcheln konnte. Auf diese Weise hat man also die Wärme vom Motor nicht nutzlos entweichen lassen, sondern sie sinnvoll eingesetzt.

Auch wenn man sich das erste Foto ganz oben im Beitrag ganz genau anschaut, sieht man, dass der Bus bis ins letzte Detail durchdacht ist und sich auch innen noch Stauräume ergeben. (Z.B. für die Bonbons :-) )

Und genau das hab ich gemeint, was ich eingangs erwähnt habe, es sind alles nur Kleinigkeiten, die aber in der Summe betrachtet sehr viel ausmachen und das Bordleben sehr angenehm werden lassen!
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#7von Forenmoderatoren Christoph » 6. Nov 2016, 17:49

Ja, ihr lieben, ich hoffe Euch hat dieser Beitrag schon mal gefallen.

Ihr dürft Euch auf mehr freuen - denn jetzt beginnt die Arbeit am Film, den ich Euch auch zeigen möchte. Bitte seht es mir nach, dass dies jetzt nochmal einige Zeit dauern wird, bis ich da was vorzeigbares zusammengestellt und mir auch die passende Location besorgt habe. Um Geduld wird gebeten.

Bis dahin alles liebe und viel Spaß beim Lesen

LG
Christoph

PS Und ja, der Beitrag bleibt nun offen für Eure Kommentare! :lol:
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#8von Forenmoderatoren Christoph » 6. Nov 2016, 17:52

Und noch was habe ich vergessen - bei Facebook habe ich - wie schon im Bericht erwähnt - die Meilhamer Gruppe eröffnet. Wer beitreten mag, gerne.

Guggst du Link *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#9von Administratoren * Rick50 * » 6. Nov 2016, 18:44

Hut ab - ganz toll. Du hast das wunderbar erzählt. Großartig! :daumen:
Wenn Du denkst Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst ... denkst Du?

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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#10von linos203 » 6. Nov 2016, 18:46

Ich wollte nur erwähnen, Großbritannien ist nicht im Schengenraum, deshalb wurden schon immer die Pässe kontrolliert, das hat nichts mit dem Brexit-Votum zu tun.
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#11von Forenmoderatoren Christoph » 6. Nov 2016, 18:47

:oops:
linos203 hat geschrieben:Ich wollte nur erwähnen, Großbritannien ist nicht im Schengenraum, deshalb wurden schon immer die Pässe kontrolliert, das hat nichts mit dem Brexit-Votum zu tun.
:oops:

:oops: danke für den Hinweis!
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#12von linos203 » 6. Nov 2016, 18:57

Christoph hat geschrieben: :oops: danke für den Hinweis!


Brauchst jetzt nicht rot werden. Mir fehlt jetzt nur ein bißchen Sex und Crime, wie wär's mit einem toten Mitfahrer der entdeckt wurde oder einem Youtube Video vom Gangbang mit den Hochlandschafen.

... okay, meine Phantasie galoppiert wieder ...
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#13von Forenmoderatoren Christoph » 6. Nov 2016, 20:54

linos203 hat geschrieben:
Christoph hat geschrieben: :oops: danke für den Hinweis!


Brauchst jetzt nicht rot werden. Mir fehlt jetzt nur ein bißchen Sex und Crime, wie wär's mit einem toten Mitfahrer der entdeckt wurde oder einem Youtube Video vom Gangbang mit den Hochlandschafen.

... okay, meine Phantasie galoppiert wieder ...


die galoppiert aber wirklich... musst dir eben selber denken :lol:
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#14von Forenmoderatoren Christoph » 7. Nov 2016, 18:33

Habe in der Rotelkiste nochmal etwas Werbung gemacht... und auch bei mir in der MH-Gruppe
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Re: Schottland - der Bericht

Beitrag#15von alka.seltzer » 9. Nov 2016, 14:58

Danke für den interessanten Bericht. :flower:

Aber ich hätte noch gern ein paar Fakten bitte:
- Teilnehmer: Anzahl/ Alter/ Männlein + Weiblein
- Essen: Qualität + Menge, Möglichkeit, auch einheimisches Essen zu probieren (für mich wichtig!)
- Möglichkeit zur individuellen Gestaltung des Tages, z.B. shopping, sightseeing ...
Quod licet iovi non licet bovi.
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