NEUTagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

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Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#1von U-Bahnfahrer » 26. Nov 2014, 17:33

Ich wurde von meinem HNO in die Gaertnerklinik überwiesen, weil ich seit ein paar Tagen einen leichten Drehschwindel habe, wenn ich nach Oben schaue oder mich Bücken muss, z.B. um die Schuhe zu schliessen, was jedoch weder etwas mit Tinitus noch mit einem Gehörschaden zu tun hat.
Ich wurde dorthin überwiesen, um eine Infusionstherapie zu machen. Diese Therapie dauert ca. 10 Tage lang und wird täglich von 8:00 bis 15:30 durchgeführt....auch Samstags und Sonntags. In dieser Zeit bin ich natürlich Arbeitsunfähig geschrieben.

1.Tag
Ankunft an der Klinik um 9:20
Ein freundliche Empfangsdame bespricht mit mir die ersten Sachen. Freundlich und kompetent.
Anschließend werde ich gebeten, die Räumlichkeiten der Infusionstherapie zu betreten. Was mich dort erwartet ist reines Chaos.
Alle Stühle in 2 Räumen sind bereits mit Patienten belegt. Mehrere *Neuankömmlinge...mich eingeschlossen* warten irgendwo herumstehend geduldig darauf vom Klinikpersonal, welches teilweise etwas Desorientiert durch die Räume eilt, angsprochen zu werden. Dauert nur 10 Minuten dann bin ich dran. Geht doch....hab ja Zeit bis 15:30. Ich muss mich in die Tagesliste eintragen wo vermerkt wird, wann man ankommt und wieder geht (was ich heute schon vergessen habe). Ebenfalls ist eine Liste für das Mittagessen ausgelegt, wo sich jeder für den nächsten Tag eintragen kann. Das Mittagessen ist ebenso kostenlos wie Tee, Kaffee oder Wasser. Respekt...
Ich bekomme 2 Fragebögen zum Ausfüllen. Also.....ähm, ich muss ca. 40 Fragen mit 0-1-2-3-4 ankreutzen, wobei die Stärke von 0 bis 4 stetig ansteigt.
Ich fange an zu lesen, wundere mich, lese weiter, wundere mich bei jeder Frage etwas mehr und kreutze dann Kopfschüttelnd 36 Fragen mit einer *0* wie *gar nicht* und 4 Fragen mit einer *1* wie *sehr selten* an.
Bei den 40 Fragen sind 95% darauf ausgerichtet, wie man sich fühlt, ob man sich verfolgt fühlt, ob man Gedanken an Suizid hat, ob man Angst hat umgebracht zu werden ect. Mir kommen erste Zweifel ob ich hier überhaupt richtig bin. Ich habe *nur leichte Schwindelanfälle* und bin weder Depressiv noch habe die Lust am Leben verloren, auch wenn ich für einen Hungerlohn bei der MVg arbeiten gehe (weil es mir einfach Spass macht)...

10:30
Ich werde in einen Raum gebeten, wo der Stationsarzt nochmal nachfragt was er eh schon im Bericht vor sich liegen hat, während die Mitarbeiter wie ein Ameisenhaufen laufend rein und raus laufen. Er verpasst mir eine Infusionsnadel und die dazugehörige Infusion inkl. Kortison....muss wohl doch was ernsteres sein? Ich habe einen Platz gefunden und versuche zu entspannen, was aber durch dieses immer noch herrschende Choas überhaupt nicht möglich ist.

11:10
Es gibt durch eine Krankenschwester eine erneute Einweisung in den Ablauf der nächsten Tage. Dazu sollen einige Patienten...mich eingeschlossen...mit ihrem Stuhl und dem Infusionsrolli mehr in die Mitte vom Raum rücken, damit die Dame nicht so laut sprechen muss. Das ist jedoch mit der Nadel im Handrücken, dem Rolli und dem schweren Stuhl gar nicht so einfach. Während der Einweisung werden wir alle 2 Minuten gestört, weil irgendwelche Patienten ihre Sachen oder Jacken oder Taschen usw. noch im Raum liegen haben. Chaos pur Teil 3.

12:15
Meine Infusionsflasche ist leer. Ich werde von Flasche und Nadel befreit und kann zum Mittagessen gehen. Es gibt eine Gemüsesuppe, dazu Schweinswürstchen mit Salzkartoffel und Sauerkraut und einen Früchtequark als Nachtisch, was wirklich sehr gut geschmeckt hat. Anschließend habe ich Pause bis 14:30.
Ich nutze meine Pause um mit Musik im Ohr und etwas Sudoku abzuschalten.

14:30
Treffen in einer Gruppe von 20 Patienten zu Übungen von *Achtsamkeitspraxis*.
Die Therapeutin möchte von der Gruppe, das wir die Augen schliessen und dabei bemerken, wie wir *eins werden* mit dem Stuhl, dem Bodenbelag und unseren Füßen. Ich hatte Streichhözer in den Augen und konnte das deshalb nicht mitmachen.
Anschließend mussten wir uns ein paar Stofftierchen gegenseitig zuwerfen und sollten dann äußern was wir dabei gefühlt haben. Nun, ich habe das Tierchen gefangen...es wieder jemand anderem zugeworfen und dann zur Uhr geschaut um zu wissen wann der Apltraum vorüber sei. Nach dem sich ein Paar Patienten geäußert haben (die Gefühlsregungen der einzelnen Personen beim zuwerfen von Stofftierchen, möchte ich nicht weiter erläutern)
wurde noch eine CD eingelegt, die den Teilnehmern gleich ans Herz gelegt wurde. Es geht auf der CD z.B. bei einer Sequenz darum das Packet abzulegen.
Also: Wir gehen schwer bepackt durch einen Wald, kommen an eine Lichtung und haben das Bedürfniss unser Packet, welches wir auf dem Rücken tragen, hier abzulegen. Dann gehen wir wie befreit weiter, wollen vielleicht spazieren gehen oder sogar tanzen und treffen ein Lichtwesen welches uns den Rat gibt, einfach bei der weiteren Wanderung etwas von dem Paket liegen zu lassen. Wir kehren anschliessend total befreit vom Wald wieder in den Raum zurück. Nach eine kurzen Disskusion wer die Pakete schon abgelegt hat, war der erste Tag um 15:20 für mich beendet.

Mein Fazit für Tag 1:

War ich jetzt in Bogenhausen oder habe ich mich verfahren und war in Haar?

Bin gespannt was mich an Tag 2 erwartet.
Bis dann....
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#2von Forenmoderatoren Sterndal » 26. Nov 2014, 18:09

ohjeohje .... da fällt mir nix ein, bin aber gespannt auf Tag 2 :shock:


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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#3von NikkiB » 26. Nov 2014, 18:14

ich freu mich auf meine Kur...wenn das auch so was ähnliches gibt werden meine Lachmuskeln voll trainiert sein....
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#4von U-Bahnfahrer » 26. Nov 2014, 18:30

Ich sag mal so...wenn ich mal zu einem **Seelenklempner** geschickt werde, dann baut sich ca. 2 Sekunden hachdem ich in dem Sessel Platz genommen habe, so schnell eine Mauer auf, da würden die Maurer aus der ehemaligen DDR neidisch werden. Der Psycho-Doc würde die Mauer nicht mal erreichen, geschweige denn sie überwinden. Er redet...und redet....und redet...und ICH sitze meine Zeit ab und mache mir Gedanken ob es für den Doc nicht besser wäre mal zu einem seiner Kollegen zu gehen! :daumen:
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#5von Annett » 26. Nov 2014, 20:12

Das klingt wirklich eher nach Haar als nach HNO-Klinik... :lol:
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#6von U-Bahnfahrer » 26. Nov 2014, 20:20

Annett hat geschrieben:Das klingt wirklich eher nach Haar als nach HNO-Klinik... :lol:

:daumen:
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#7von U-Bahnfahrer » 26. Nov 2014, 20:22

NikkiB hat geschrieben:ich freu mich auf meine Kur...wenn das auch so was ähnliches gibt werden meine Lachmuskeln voll trainiert sein....


Welche Art von Kur wird es denn? :schaukelstuhl:
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#8von NikkiB » 26. Nov 2014, 20:25

U-Bahnfahrer hat geschrieben:
NikkiB hat geschrieben:ich freu mich auf meine Kur...wenn das auch so was ähnliches gibt werden meine Lachmuskeln voll trainiert sein....


Welche Art von Kur wird es denn? :schaukelstuhl:


Reha Asthma usw. bin mal gespannt wohin ich darf....
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#9von U-Bahnfahrer » 26. Nov 2014, 21:36

NikkiB hat geschrieben:
U-Bahnfahrer hat geschrieben:
NikkiB hat geschrieben:ich freu mich auf meine Kur...wenn das auch so was ähnliches gibt werden meine Lachmuskeln voll trainiert sein....


Welche Art von Kur wird es denn? :schaukelstuhl:


Reha Asthma usw. bin mal gespannt wohin ich darf....


Vielleicht kommst Du ja in die Berge...Heinsberg, Wassenberg, Wegberg, usw :rofl1:
Ich wünsche Dir jedenfalls einen erfolgreichen Aufenthalt, egal wo es Dich hin verschlägt :daumen:
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#10von Forenmoderatoren Fürschtl » 26. Nov 2014, 22:06

Annett hat geschrieben:Das klingt wirklich eher nach Haar als nach HNO-Klinik... :lol:




In Schwabing Klinik sitzn noch ein Paaar Haar ler
i mog zwar den Tod, muas aber ned dabei sei wenn s passiert ;)



www.mvb-ev.de

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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#11von Administratoren * Rick50 * » 27. Nov 2014, 00:40

Ich hatte anfangs Gärtnerquelle gelesen :rofl1:
Wenn Du denkst Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst ... denkst Du?

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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#12von U-Bahnfahrer » 27. Nov 2014, 05:35

* Rick50 * hat geschrieben:Ich hatte anfangs Gärtnerquelle gelesen :rofl1:

:basti: :mrgreen:
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#13von U-Bahnfahrer » 27. Nov 2014, 17:41

2. Tag

7:50
Ankunft und der 1. Patient. Mein Blutdruck wird gemessen und man erkundigt sich nach meinem Befinden. Alles ok. Jetzt muss ich warten bis der Doc kommt damit die Infusion gelegt werden kann.

9:oo
Der Doc hat die Infusionsnadel gesetzt, was heute sehr unangenehm war, da er in beiden Handflächen nach einer Vene gestochert hat. :motz:
Jetzt Zeit zum Entspannen bis zum ersten Vortrag.

10:30 - 12:00
Vortrag zu Physiotherapie und Osteopathie
Ich habe sehr viel darüber gelernt, dass es sehr viele verschiedene Ursachen und Auslöser von einem Tinnitus gibt, die im Ohr enden und den Tinnitus auslösen. Das Ohr selber löst keinen Tinnitus aus. Ich bin um einige Erfahrungen reicher.

12:00
Das Mittagessen von heute:
Eine Tasse heiße Gemüsesuppe, lauwarmes Wildgulasch auf lauwarmen Spätzle, was abgerundet wurde mit einem lauwarmen Rotkraut. Dieser Hauptgang war alles andere als Empfehlenswert. Zum Nachtisch gab es wieder einen sehr leckeren Früchtequark.
Bei einer Tasse Kaffee, mit Kopfhörer und toller Musik nach meinem Geschmack, wieder warten bis zum nächsten Vortrag.

14:30
Vortrag für psychosomatische Ansätze
Was wurde uns dort vermittelt? Nun, ein Tinnitus entsteht, wenn die eigene Innenwelt mit der eigenen Außenwelt nicht mehr im Einklang ist.
Also, man kann dem Tinnitus begegnen, indem man innerlich umbaut...oder so ähnlich. :gruebel:
Nun wisst ihr Bescheid, oder?
Ach ja, der Raum....die Schnittstelle....der Alarm....zu den Waffen...wurden auch noch genannt. :shock:
Fazit des Therapeuten: Wenn in einem Raum 3 Personen sind und 5 Personen wollen diesen Raum verlassen, müssen noch 2 Personen reinkommen damit der Raum wieder leer ist. :nixweiss:

15:30
Mein Fazit für Tag 2:
Ich wurde mehrfach gequält, hatte ein kaltes Mittagessen und musste mir 2,5 Stunden lang etwas anhören, was mich eigentlich nur zu 10% betrifft.
:hello:
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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#14von Forenmoderatoren Sterndal » 27. Nov 2014, 18:26

lauwarmes Essen und dann noch Spätzle - tztztz - das ist wirklich nix für unseren U-Bahnfahrer :a8:


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Re: Tagebuch HNO-Klinik in Bogenhausen

Beitrag#15von U-Bahnfahrer » 27. Nov 2014, 18:40

Sterndal hat geschrieben:lauwarmes Essen und dann noch Spätzle - tztztz - das ist wirklich nix für unseren U-Bahnfahrer :a8:

:anbet: :flower:
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